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101 kosmische Objekte, die man gesehen haben muss: M94

Dan Crowson

Eingebettet zwischen den beiden hellsten Sternen in Canes Venatici liegt M94, eine wunderschöne Spiralgalaxie, die 16 Millionen Lichtjahre entfernt ist.

Pierre Méchain entdeckte M94 am 22. März 1781 und teilte seine Position Charles Messier mit. Messier sah einen „Nebel“ mit einem hellen Zentrum, das von einem kondensierten Halo umgeben war. Aber William Parsons, Earl of Rosse, fand den „Nebel“ in Flecken zerbrochen – was darauf hindeutet, dass sich das „Objekt wahrscheinlich als Spirale herausstellen wird“ – mit „viel schwacher äußerer Nebelbildung“.

Lord Rosses Worte waren prophetisch. M94 ist eine fast frontale frühe Spiralgalaxie, die möglicherweise vor nur 10 Millionen Jahren eine heftige Explosion erlebt hat, die Millionen von Sonnenmassen an Materie ausspuckte. Die Galaxie besitzt ein merkwürdig vielschichtiges Erscheinungsbild, einschließlich einer zentralen „Spirale“ mit einem Durchmesser von etwa 30.000 Lichtjahren und einem breiten, schwachen äußeren Ring, der etwa 40.000 Lichtjahre weiter entfernt liegt. Dieser äußere „Ring“ besteht eigentlich aus zwei riesigen, sternenbildenden Spiralarmen, die sich von der inneren Scheibe der Galaxie aus erstrecken.

Die eng umwickelten inneren Arme von M94 scheinen mit dem Alter vergilbt zu sein und zeigen kaum Hinweise auf eine kürzliche Sternentstehung. Im Gegensatz dazu zeigt die Kernregion der Galaxie einen ungewöhnlichen Starburst-Ring und zwei Punktquellen, die beide im ultravioletten Licht hell sind. Dies deutet darauf hin, dass sich zwei Objekte – kompakte Sternhaufen oder supermassereiche Schwarze Löcher – in der Endphase der Verschmelzung befinden.

Unter mäßiger bis hoher Vergrößerung durch ein Teleskop wird die Scheibe der Galaxie der 8. Größe zu einem hypnotischen Anblick: Ihr heller Kern mit einem zentralen Kern, umgeben von einer weichen gelartigen elliptischen Scheibe, sieht aus wie ein Auge, das Sie anstarrt. Die schwachen äußeren Ringe der Galaxie können durch 4-Zoll-Teleskope unter dunklem Himmel als weicher Lichtschein ausspioniert werden. Größere Öffnungen werden seine ringartige Struktur deutlicher auflösen.


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